Autoreninterview der besonderen Art.

©by Tom Schopper 

Autoreninterview Part III: Igür vs. Tom Schopper

IGÜR: Guten Morgen Tom.
TS: Servus, du Hochmotivierter.
IGÜR: Ich höre einen Frischling …
TS: Stop! Die Nummer kannst du im Epos abziehen hier bist du neutraler Interviewpartner.
IGÜR: Ich bin Ase, daher immer dem kosmischen Regulativ untergeordnet.
TS: Was ist das kosmische Regulativ eigentlich?
IGÜR: Sollte ich mich jetzt des Anstands wegen nur räuspern oder dich gleich auf den Umstand hinweisen, dass eigentlich ich, Igür, Thundrs Sohn, dir Tom, aus Midgard, die Fragen stellen sollte?
TS: Du hast den Start vermasselt, jetzt frag ich dich. Denn ich denke die Leser wollen etwas aus dem Asenreich erfahren. Warum seid ihr die Hüter des Regulativs, und was ist das?
IGÜR: Nun gut, wie dem auch sei, du weißt aber schon, dass …
TS: Stop! Antworte so, dass du keine Geheimnisse von RUNA preisgibst.
IGÜR: Erst fragt er mich, dann … gut, Frischling, dann werde ich deinem etwas verwirrten Geist wohl auf die Sprünge helfen.
TS: Danke, aber bleib sitzen und lass dein Schwert stecken.
IGÜR: Das kosmische Regulativ hat die weiseste und härteste Rasse aller Wesen, uns Asen, dazu auserkoren das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Wenn das Dunkle überhand gewinnt, müssen wir das Ragnaröck einleiten.
TS: Was ist das kosmische Regulativ eigentlich?
IGÜR: Ur-Energie mit einem Bewusstsein. Mehr sag ich nicht dazu, denn sonst grollst du mir.
TS: Asen sind aber schon sehr brutal, findest du nicht auch?
IGÜR: Wir sind so, wie wir erschaffen wurden. Erzähl deinen Lesern doch, was es mit Asgard und dem Asenreich auf sich hat.
TS: Ok. Die vereinfachte Version ist: Früher, als es noch Glauben gab, welche die Natur in den Vordergrund stellten, dachten die Menschen, dass die Seele der Verstorbenen in einer anderen Welt weiterlebte. Die Guten kamen nach Asgard, Wanahaim und Lichtalfhaim. Die Bösen nach Swartalfhaim, Thursenhaim und Hel. So entstand der Glaube an Lichtwesen, also an euch. Mit den Jahrhunderten des Glaubens bekamen die Lichtwesen Gesichter und Namen und sie wurden auf der Erde verehrt. In schlechten Zeiten dachten die Menschen aus Nordeuropa, dass ihnen diese Lichtwesen Schutz und Kraft gaben … und es entstanden die ersten Sagen darüber.
IGÜR: Wie wurden diese alten Sagen verbreitet? Es gab ja damals weder Telefon noch Internet.
TS: Sie wurden von den Skalden, den fahrenden Sängern und Geschichtenerzählern verbreitet.
IGÜR: Also von Menschen wie du?
TS: So in etwa. Die Skalden waren wegen ihrer Prosa Dichtung bekannt, ich eher für authentische Geschichten.
IGÜR: Warum wurden die alten Geschichten vergessen?
TS: Andere Religionen drängten nach Europa und die Menschen begannen die alten Geschichten und Regeln zu vergessen. Zwischen dem 5. und 14. Jahrhundert verschwand der Glaube unserer Vorväter und geriet in Vergessenheit …
IGÜR: Gibt es noch alte Schriften darüber?
TS: Ja. Snorri Sturluson, ein isländischer Dichter und Historiker, der von 1179 bis 1241 lebte, fasste einige der alten Sagen und Geschichten in der Snorri Edda zusammen. Es gab und gibt aber noch viel ältere Handschriften, die aber nicht mehr zugeordnet werden können. Neuste Erkenntnisse sagen, dass Teile der ältesten Keilschriften indiogermanischen Ursprungs sind.
IGÜR: Warum glaubst du an all das?
TS: Ich mag Naturreligionen sehr, denn sie sind in Harmonie zwischen Mensch, Geist, Natur und allen Lebewesen.
IGÜR: Du weißt aber schon, dass wir auch sehr hart sind und niemals vergeben?
TS: Ja, aber ich will mich hier und jetzt beweisen und nicht darauf warten, dass irgendwer kommt und mir meine Sünden vergibt. Ein Leben, kein Vergeben.
IGÜR: Thyr! Thyr!
TS: Den Kriegsruf Asgards kannst dir jetzt schenken lieber Igür, Thundrs Sohn.
IGÜR: Verzeih, aber du weißt …
TS: Ja, bei Ungerechtigkeit niemals sitzen bleiben.
IGÜR: So ist es. Aber zurück zu dir, Tom. Meinst du nicht, dass es den Leser zu Beginn etwas verwirren wird, mit all den unbekannten Namen konfrontiert zu werden, wie Thor, Baldur, Odin, Frey und Freya?
TS: Ich habe am Ende des Buches (auch beim eBook) ein mythologisches Glossar eingefügt. Dort steht kurz und bündig die Bedeutung aller Ausdrücke, die in Vergessenheit geraten sind.
IGÜR: Das ist weise und klug, Tom, Ottos Sohn.
TS: Danke. Du bist ja nicht nur Asgardkrieger, sondern auch Wissenschaftler?
IGÜR: Ja, wie die meisten von uns haben wir unser Leben nicht nur dem Schutz der Wesen, sondern auch der Wissenschaft verschrieben.
TS: Darüber will ich und der Leser mehr erfahren.
IGÜR: Da schicke ich dir Mime, den Berater Odins, vorbei. Denn ich muss jetzt wieder in die Anderswelt zurück. Du weißt …
TS: Ja, nichts verraten.
IGÜR: So ist es versprochen.
TS: Ich danke dir für deinen Besuch und will ihn standesgemäß mit dem Kriegsruf Asgards abschließen.
TS und IGÜR: Thyr! Thyr!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Autoreninterview der besonderen Art.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s