Survial Tipps vom Autor des RUNA epos.

©by Tom Schopper 

Urban Survival Tip 7:

Minolta DSC

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (II).

„Der Lagerbau“

Du hast das Glück und du befindest dich in einer vegetationsreichen Gegend?

Such dir einen dichten Busch. Schaffe auf der windabgewandten Seite eine kleine Höhle, in der du dich und deine Ausrüstung unterbringen kannst. Wenn es trocken ist hast du jetzt eine windgeschützte Unterkunft. Du kannst dir vor dem Buschhöhleneingang (ca. 1,5 Meter) ein kleines Feuer machen, das dich wärmt und dir gute Gedanken beschert. Achte nur darauf, dass das Holz trocken ist und das Feuer nicht zu groß wird. Du willst dir ja nicht deine neue trockene Unterkunft abfackeln. Wenn es kalt ist, dann kannst du deine Aluschutzdecke aus dem Rucksack nehmen und dir entweder umhängen oder auf der Rückseite deiner kleinen Höhle anbringen, sodass die Wärme des Feuers wieder zurückreflektiert wird. Dein vorher kalter Rücken wird es dir danken.

Was tun wenn es aus tausend Kannen gießt?
Schnapp dir dein Messer und schneide dir blätterreiche Äste von Laubbäumen ab. Die legst du dann über deine kleine Buschhöhle. Verankere sie gut, denn nichts bläst besser als der Nordwind. Du kannst dir aber auch Plastikplanen oder große Plastiksäcke zuvor auf dein Dach legen. Dank unserer enthemmten Wegwerfgesellschaft liegen viel Müll und schwer verrottbare Plastikteile herum. Wenn du das Glück hast und findest auf deinem Weg eine leichte aber dennoch stabile Plastikplane von etwa 2 qm, dann schnapp sie dir. Jetzt kannst du sie brauchen. Lege einfach das Plastikteil auf dein Höhlendach, dann eine dicke Schicht Äste darüber. Zusätzlich kannst du die Plane mit deiner Bandschlinge gegen Wind fixieren.

Tipp fürs Feuermachen:
Mach die Stelle, an der du dein Feuer entzündest, frei von allen Brennbarem! Du willst ja nicht den Wald oder die Büsche abfackeln? (Anmerkung des Autors: Es gibt im Net leider viele Filme, die dies ignorieren und das Lagerfeuer mitten in einem  Laubhaufen entzünden. Das ist nicht nur grob fahrlässig sondern auch massiv deppert.) Sind größere Steine (ab Faustgröße) in deiner Nähe, schaffe damit einen dichten Ring um deine geplante Feuerstelle. Ist der Boden feucht, dann kannst du ein Stück Alufolie in die Mitte des Ringes legen. Eine gute handvoll Holz oder was du sonst Brennbares gefunden hast darauf. Dann einen Grillanzünder mittendrauf legen und anzünden. Brennt das Ding, dann legst du eine Handvoll Holz o.Ä. darauf, wenn dieses gut zu brennen begonnen hat, dann kannst du noch etwas mehr nachlegen. Bockerln (Tannenzapfen) brennen lange (wegen den hohen Harzanteil im Kern) und machen schnell eine optimale Glut. Vergiss aber nie, dass es keine Feuerwehr mehr gibt, und niemand da ist der dich aus einem Waldbrand  rettet. Also benimm dich und übertreib es nicht.

FAQ:

Plastik und Müll, der ja auch gut brennt, kann ich das auch verwenden?
Himmel, Arsch und Zwirn! Gegen die Müllverbrennungsanlage hast du wegen der gesundheitlichen Gefahren unterschreiben und jetzt willst du dich in eine selbstgebaute reinsetzen?

Das Feuer gerät außer Kontrolle, was soll ich tun?
Wenn du deinen Feuerstellenplatz herrichtest, dann grabe (Messer) ein kleineres Loch (dieses kannst du dann zur Trinkwassergewinnung, siehe Tipp 10 —> http://dipiana.com/runa/?cat=4, verwenden). Den Aushub kannst du später  auf das Feuer werfen um es zu ersticken. Aber mit Schmackes. Wirfst du die Erde/Sand zu fest auf die Glut, kannst du durch den daraus entstehenden Funkenflug ein flammendes Inferno auslösen in dem du im Mittelpunkt stehst.

Jetzt brennt der Wald. Wohin soll ich rennen?
Immer GEGEN den Wind. Sieh aber auch wohin das Feuer wandert, denn das Feuer braucht Luft, daher saugt es diese an.

Die Nacht/Rast ist um und ich ziehe weiter. Das Lagerfeuer hat noch Glut, soll ich es löschen?
JA! Alleine schon aus Selbstschutz. Du ziehst eine Stunde weiter, an der Lagerfeuerstelle bläst der Wind hinein, Funken fliegen, und der Wald oder das Unterholz beginnen zu brennen. Dreht der Wind in deine Richtung, bist du Geschichte. Und bedenke: Du bist nicht alleine auf der Welt.

Muss ich etwas bei der Auswahl der Bockerln (Tannenzapfen) beachten?
Ja, sie sollten bereits offen sein. D.h. die Schuppen sind nicht mehr geschlossen sondern weit geöffnet. Wirfst du ein geschlossenes Bockerl ins Feuer, bekommst nach einigen Minuten einen Herzinfarkt, denn mit einem lauten Knallen öffnen sich die Schuppen. Nach dem Knaller brennen sie aber ebenso gut wie die offenen Kollegen.

Ich werde verfolgt. Wie mache ich da ein Feuer?
Kommt darauf an wer du bist. Jakob, der Leuchtturmwärter, kann einfach nicht anders. Chris aus RUNA würd sich auch nix pfeifen. Dir aber, lieber stressfreier Flüchtiger, würde ich raten dich in deinen Schlafsack und die Aludecke fest einzupacken und sich den Stress mit nächtlichen Überfällen zu ersparen.
Rauchvermeidung: Trockenes Holz und heißes Feuer rauchen weniger. Lieber ein kleines heißes Feuer als ein qualmender Scheiterhaufen, der zwar Mücken vertreibt, aber im Normalfall auch dich. Dann rennst du vor dem Qualm davon, das Feuer springt über … und dann kannst aus der Entfernung deinem Lager, dem Wald (in dem du dich gerade befindest) beim Verbrennen zusehen, genieße den Anblick, denn es wird dann der letzte in deinem Leben sein. Darum ist es nicht nur wichtig sondern auch OBERSTES Gebot Feuer machen in der Natur NUR unter Anleitung von Profis (erfahrenen!) zu erlernen und im Normalfall auszuführen.

 Gibt es für den Lagerbau einen wichtigen Rat?
Halte deine Ausrüstung, insbesondere deinen Rucksack und deine Füße immer trocken!

Minolta DSC

 

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (III) „Der Lagerbau 2“, erscheint in den nächsten Tagen hier oder in einer sehr spannenden Geschichte verpackt: ttp://dipiana.com/runa/?cat=8

Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

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