Urban-Survival#Tipps. Kann Überleben auch unterhaltsam sein?

 … es muss.

 

©by Tom Schopper 

Survival TIPP 14

„Was mache ich wenn am rettenden Ufer nicht eine warme Decke sondern der Braunbär auf mich wartet? Teil 1“

 

Die Fragen der Untertitel werden immer besser.

Ihr findet den Titel „Wie skurriler geht`s denn noch?“, passender?

Dann lauscht, besser noch liest die nächsten Zeilen mit geballter Aufmerksamkeit.

Die Runa Urban Survival Tipps, basieren auf dem düsteren Endzeitszenario aus RUNA 1. Dort fallen nach einem großen Sonnenflare sämtliche elektronischen Systeme aus. Chaos, Anarchie, Aufstand und Irrsinn kommen mit einem Schlag über eine destabilisierte Welt.

 

Da tat sich tief in mir nicht folgende Frage auf:

“Wer zahlt die ganze Show?“, sondern „Sapperlot. Wie überlebt man eigentlich so ein Worst Case? Wie schreib ich glaubwürdig darüber?“.

Darum sind wir jetzt hier. Du und ich, und lauschen. Lauschen nicht der Nachtigall sondern den Dingen welche dir im absoluten Pechvogelmodus passieren können. Dazu gehören auch Begegnungen mit wilden Tieren. Ihnen wirst du in den weiteren RUST noch öfters begegnen, zumeist gepaart mit weiteren Dramen, wie der Sturz in einen hochwasserführenden Gebirgsbach.

 

Hat der Tom S. aus W. denn keine Struktur in der Thematik?

Um solche Fragen zu vermeiden werde ich die neuen RUST aufbauen wie folgt:

  1. Titel.
  2. Untertitel.
  3. Kurze Einführung.
  4. Kurzgeschichte über das jeweilige Thema. Damit die passenden Bilder des Schicksals in deinem Kopf entstehen.
  5. Hard Facts.
  6. Die allseits beliebten FAQ.
  7. Und nach der Vorankündigung.
  8. Der hochgejubelte Haftungsausschluss. Damit euch nichts passiert und ich gut schlafen kann.

 

Was hier so zackig pseudopreußisch daherkommt wird uns noch viel Freude bereiten. Vorausgesetzt wir haben dieselbe Humorfrequenz. Zwischendurch hämmern Reste eines tief vergrabenen NLP Kurses in mir. Sie brüllen immerfort: „Lade deine Leser endlich ein!“.

Nun denn.

Vor der Einladung eine erfreuliche Meldung:

Der Pechvogel welcher sämtliche Kurzgeschichten aus den RUST durchleben wird ist niemand geringer als der König der Pechvögel aus dem RUNA-epos, Chris T.G. .

So.

Wer jetzt noch anwesend ist wird eingeladen.

 

„Fürchtet euch nicht! Ich komme in guter Absicht!“, rief er laut. Mehr zur eigenen Beruhigung als der eines möglichen Fremden. Möglich deshalb, weil er seit zwei Tagen nicht genug getrunken hatte und sein Gesichtsfeld massiv einengt war. In seiner Welt tanzten die Schatten, irrleuchteten die Lichter und pulsierte der Herzschlag dumpf in den Ohren.

Wie viel er heute schon zurückgelegt hatte wusste er nicht genau, aber er schätzte, dass es sicher nicht mehr als drei Kilometer waren die er seit dem Aufbruch aus dem Nachtlager hinter sich gebracht hatte. Sein Weg war, seit er der Stadt den Rücken gekehrt hatte, nach Westen gerichtet, dort sollte es angeblich noch ein funktionierendes Hilfszentrum geben. Er wusste nicht mehr woher diese letzte Information stammte. Zu schnell hatte sich der Zusammenbruch aller Systeme auf seine Komfortzone ausgewirkt.

Negativ natürlich.

So kam auch der moralische Verfall der Zivilisation keineswegs überraschend für ihn. Er hatte ja jahrelang dieses Szenario angekündigt. Sei es im Freundeskreis oder in den sozialen Medien, überall waren seine Worte gleich: „Bereitet euch auf die letzten Tage vor!“, da sie immer gleich klangen hörte es auch keiner mehr oder wollte es noch hören. Leider hatte er durch die warnende Kreischerei ganz auf seine eigene Vorbereitung vergessen. Am Tag des Zusammenbruchs hatte er schnell das für ihn persönlich Wichtigste hastig eingepackt aber schon am nächsten Tag erfahren müssen, dass die Nylons der Freundin keinerlei Funktion im Wald erfüllen, außer sich vielleicht vor lauter Notgeilheit an der nächsten Birke aufzuknüpfen. Mehr durch fahrlässige Unwissenheit als durch Schicksal geleitet hatte er eine Gruppe von Flüchtigen getroffen welche sich um ein kleines aber warmes Lagerfeuer gesammelt hatte. Die Hoffnung von ihnen mitgenommen zu werden erfüllte sich am nächsten Morgen nicht, denn die Gruppe hatte demokratisch beschlossen diesen derben ungehobelten Menschen nicht aufzunehmen und getrennten Weges weiterzuziehen. Als er der sich schnell entfernenden Gruppe nachsah klopfte ihn deren Anführer aufmunternd auf die Schultern, drückte ihm ein A5 großes dünnes Heft in die Hand und sprach mit eindringlicher Stimme: „Ein wenig zu spät für dich aber vielleicht kannst du dir ein Papierflugzeug daraus basteln“, dann entfernte er sich und ließ ihn mit der Broschüre in der Hand stehen.

„Urban Survival Tipps von Tom Schopper“, stand in großer Schrift über ein düsteres Bild einer verfallenen Stadt gelegt. Wortlos faltete er das Heft in der Mitte zusammen und steckte es sich in die innere Jackentasche seiner teuren Designerlederjacke.

Das war vor wenigen Tagen gewesen. Die unzähligen und vor allem erfolglosen Versuche ein Feuer zu entzünden hatten ihn an seine körperliche Belastungsgrenze geführt, so war er heute völlig durchfroren, mit beginnender Dehydrierung gesegnet und einem knurrenden Magen an einem Birkenstamm gelehnt aufgewacht. Er selbst dachte, dass er nicht einmal fünf Minuten am Stück geschlafen hatte aber es war über eine Stunde gewesen, Zeit genug für ein Rudel wildlebender Hunde ihn genauer aus der sicheren Entfernung zu betrachten. Sie zogen erst weiter als das Alfa-Paar an ihm geschnuppert und beschlossen hatte, dass dieser Mensch zu sehr nach Dunkelheit roch als ein gutes Abendmahl darzustellen.

Er sah die aufgehende Sonne durch die Baumkronen blitzen und mit diesem Kompass der Natur im Rücken begann er wieder langsam nach Westen zu gehen. Gegen Mittag musste er mehrfach Schutz unter dichteren Bäumen suchen denn die Sonne brannte unerbittlich auf ihn herab. Selbst als er sich die Nylons seiner Freundin um den Kopf band brachte es nicht die erhoffte Verbesserung. So warf er sie lustlos weg. Sollten sich die Vögel ein Nest damit bauen, dachte er sich während er weiter von Schatten zu Schatten torkelte. Der Wald wurde immer dichter und der Boden immer unebener. Er musste sich an einigen Stellen von Baumstamm zu Baumstamm hanteln um überhaupt sturzfrei voranzukommen. Seine Pausen wurden immer länger, dabei wurde ihm klar, dass er schleunigst etwas trinken musste, er sah sich im dichten Wald um. Er schien ja aus lauter Bäumen zu bestehen. Laubbäume wohlgemerkt deren zahlreiche Blätter die fiesesten Wurzeln und Löcher überdeckten. Seine Augen nahmen das, in allen braunen Farben dieser Welten schimmernde Mosaik der gefallenen Blätter, nur als pulsierenden dunklen Nebel wahr.

„Fürchtet euch nicht! Ich komme in guter Absicht!“, rief er erneut. Er nahm die dunklen Punkte welche aus dem Glitzern des Lichts hervorstachen nur verschwommen wahr. Das mussten andere Menschen sein, womöglich eine größere Gruppe, denn je weiter er sich auf die dunklen Punkte zubewegte umso zahlreicher wurden sie. Es dauerte nur wenige weitere Schritte bis sich die dunklen Punkte zu verbinden begannen, größere Fragmente des Schwarz entstanden, bis es sich schlussendlich zu einem schmalen Band, welches das gesamte Gesichtsfeld weiter einnahm verband. Er war sich nicht mehr sicher ob seine Beine jetzt mehr als zuvor wackelten oder ob der Boden sich bewegte. Zweimal musste er nach dem schmalen Stamm der Buche zu seiner Rechten fassen um sie als sicheren Halt zu bezeichnen. Dabei wandte er seinen Blick in die Richtung aus der er gekommen war. Langsam, in Slow Motion begann sich der Waldboden auf dem er stand zu senken und ehe er überhaupt realisiert hatte was ihm gerade Schönes widerfährt, brach, von einem dumpfen Knall eingeleitet, der Boden samt dem Baum an den er sich noch immer festhielt, ab. Nach zwei Sekunden freien Falls schlug er auf einem harten Stein auf und stürzte zusammen mit nachströmendem Erdreich in den Gebirgsbach. Beim Auftauchen schlugen die Äste der nachstürzenden Bäume hart in sein Gesicht, ein breiterer Ast einer Buche drückte ihn für einige Sekunden unter Wasser. Seine schmutzigen Designerklamotten, besonders seine Lederjacke, sog sich in sekundenschnelle mit Wasser voll und erschwerte zusätzlich das Auftauchen. Zu seinem Glück war er direkt in die Hauptströmung gedrückt worden und diese riss ihn jetzt mit 5 Meter in der Sekunde vom Ort seines Missgeschicks weg. Damit er sich nicht alleine fühlte schickte ihm das Schicksal Wegbegleiter in Form von fünf größeren Birken mit auf den Weg. Davon bekam er zuerst nichts mit, denn er hatte größte Mühe an der Wasseroberfläche zu bleiben.

Die ersten Sekunden im Wasser waren kaum spürbar, wie ein schlechter Traum gewesen, es schien sogar, dass die Geräusche dumpfer und langsamer geworden waren. Viel Zeit um diesen Zustand weiter philosophisch zu zerpflücken hatte er nicht mehr, denn nach einer gefühlten Minute brachen in einer Sekunde Realzeit das Tosen des Wassers, das laute Schieben der Erde und das Rauschen der nachstürzenden Bäume über ihn herein.

Dermaßen gut aufgeweckt legte er die ersten hundert Meter mehr um sich schlagend als gesteuert zu schwimmen zurück. Mehr durch Zufall fand er die richtige Position. Eine höhere Schlagwelle einer verblockten Stelle drehte ihn auf den Rücken, der darauffolgende Wasserpilz drückte seine Beine nach oben und seinen Kopf höher aus dem Wasser. Zuerst ruderte er mit seinen Armen, bis die Erkenntnis der zielgerichteten Steuerung einen Ansatz eines Lächelns auf sein blasses Gesicht zauberte. Er sah sich zum ersten Mal um, überall spritzte Wasser, heller Schaum flockte an einigen Stellen von denen es laut tosend zu ihm herüberdrang weit in die Höhe. Ab und zu konnte er von einem Wellenberg aus das Ufer sehen. Die Böschungen waren etwa acht Meter über Flussniveau und wie mit einem Messer scharf abgeschnitten.

Er konnte die schmale Schicht der fruchtbaren Erde erkennen, darunter die ebenso schmale Schicht aus kleineren Steinen und darunter eine endlose Schicht hellen Sands welcher auf Schiefergestein ruhte. Dann zog es ihn wieder in das Wellental. Er brauchte mehrere weitere Wellen um sich wieder zu stabilisieren, dabei konnte er auch einen Blick fußaufwärts werfen, so bemerkte er zum ersten Mal wie nahe der halbe Wald war der ihm auf dem Fluss in kurzem Abstand folgte. Klar und deutlich hob sich das Klatschen der Blätter beim Drehen der Bäume aus dem Rauschen des Wildwassers ab. Jetzt erst realisierte er, dass er sofort aus dem Wasser musste, nicht nur das langsame Erschlaffen der Kraft und des Gefühls in den Armen und Händen, sondern auch der Umstand, dass die Bäume langsam aber stet näherkamen ließen ihn jetzt wie ein Besessener rudern. Nach wenigen Sekunden schlug er an einen großen Stein an der nur wenige Zentimeter vom Wasser überspült war, zusammen mit dem stechenden Schmerz spürte er wie er augenblicklich langsamer und unter Wasser gedrückt wurde. Zugleich mit seinem Auftauchen wurde er gegen weitere Steine geschlagen, bevor es ihn wieder umdrehte und unter Wasser sog konnte er realisieren, dass der letzte Schlag von Steinen aus der Ufergegend stammte. Gerade ausgedacht wurde er wieder in die Höhe gehoben, er sog die Luft tief ein um sich sogleich mit seinen letzten Kräften an den Steinen der Uferböschung anzuklammern. Er hatte Glück, denn dabei war sein rechtes Bein kurz zwischen den Steinen festgesteckt, aber die Strömung war nicht so groß wie einige Meter weiter gewesen, so hatte er von einem Schmerzschrei eingeleitet seinen Knöchel aus der tödlichen Umklammerung herausreißen können. Zitternd mit kaum vorhandenem Gefühl in den Händen geschweige denn in den Fingern, begann er sich auf seinen Ellbogen, die, mit großen Steinen bedeckte Uferböschung hinaufzuziehen.

Erschöpft ließ er sich auf dem großen Felsen nieder den er gerade erklommen hatte. Zugleich versuchte er sich zitternd vor Kälte die schwere nasse Lederjacke auszuziehen. Die kleineren Steine die zusammen mit einer Mini Lawine Sand auf ihn herabkullerten bemerkte er im Eifer seiner Versuche sich zu entkleiden nicht sofort.

Brumm und ihr kleiner Sohn Friss sahen sich das Treiben des Menschlings schon einige Zeit an. Friss war sich noch unsicher wie er das schlabbernde Grunzen seiner Mutter zu deuten hatte. Noch nie in seinem Bärenleben hatte er sie so erlebt. Vorsichtig schlich sich Friss näher an seine Mutter heran um besser in die Tiefe sehen zu können was seine Mutter so sehr entzückte. Als er den halbnackten Mann sah rutschte er aus und kullerte in die Tiefe.

So.

Wie ihr sehen könnt erwarten unseren Antihelden in der Fortsetzung jede Menge erstaunlicher Missgeschicke.

 

Hard Facts:

Verhalten im Wildwasser. Siehe RUST 11 – 13

Erweiterte Tipps für Überleben bei Hochwasser in einer Stadt folgen extra.

 

FAQ:

 

War das jetzt ein Test ob der neue Aufbau gut ankommt?

Ja. Feedback ist willkommen.

 

Wer ist Chris eigentlich?

Der Held wider Willen aus dem RUNA-epos. Der größte Pechvogel unter allen Sonnen dem bei seiner Läuterung vom derben Macho zum Beschützer der Welten allerhand seltsame Abenteuer erwarten.

 

Welches Wildwasser herrschte in der Kurzgeschichte?

WW3 bis 3+.

 

Wie viele Schwierigkeitsgrade gibt es?

WW1 ist leicht, d.h. gleichmäßige Wellen bei regelmäßiger Strömung.

WW3 ist gerade noch übersichtlich zu befahren, d.h. mehrere Hindernisse in der Strömung, mittlere bis hohe Wellen mit unregelmäßigen Zyklus, Schwälle und Presswasser entstehen, saugende Walzen und Löcher ebenfalls.

WW5 ist die Grenze des mit dem Raft oder Kajak befahrbaren Wildwassers, d.h. als unfreiwilliger Schwimmer ohne Schutzbekleidung und Schwimmweste ist dein Überleben reine Glückssache.

Die höchste Stufe, WW6 ist die Twilight Zone. Einmal rein und nie wieder raus. Ich kenne keine Handvoll adrenalinabhängiger Spitzensportler welche dies freiwillig mit einem Kajak oder Raft, bei besonderen Wasserständen tun.

Als Normalmensch ohne/mit Schwimmweste, Schutzkleidung und Schutzengeln (für meine nordischen Freunde, Disen) sind deine Abenteuer auf diesem Planeten beendet.

Bären gibt es doch nur im Märchen oder wenn Uropa wieder von Sibirien erzählt.

Wie klappt das mit der Glaubwürdigkeit?

Nicht nur durch Wiederansiedelung, wie in den Kalkalpen in Österreich, sondern auch durch Zuwanderung, kann es zu Bärenbegegnungen kommen.

In Europa sind es Braunbären, die etwas lustiger als ihre schwarzen amerikanischen und asiatischen Kollegen sind.

 

Dass der Wald samt dem Boden abrutscht  ist das wirklich so?

Ja. Wenn es sich nicht um einen Uferböschungsabriss sondern um einen kleineren oder langsam beginnenden Erdrutsch handelt, kann vorkommen, dass die ersten Meter der Reise von dir gar nicht bis kaum bemerkt werden.

 

Hat man in WW3+ mit vollgesogener Designerlederjacke wirklich eine reale Chance aus der Nummer heil herauszukommen?

Ohne wohlgesonnenen Schicksal schwer.

Wir wollen Chris doch nicht bei seinem Erstauftritt zu den Ahnen schicken, daher hatte er diesmal noch das nötige Quäntchen Glück und ein rettendes Luftpolster, welches sich unter seiner Lederjacke gebildet hatte.

 

War die Strömung die Chris rettete ein Kehrwasser gewesen?

Ja.

Die Strömung welche ihn abbremste war der Zulauf einer kleinen Walze.

 

Woher weißt du all das Wildwasserzeugs?

Weil ich staatlich (Österreich) geprüfter Raftguide bin der das wilde Wasser liebt.

In meinem Fall die Salza. Sie hat kaum mehr als WW3 bei Schneeschmelze dementsprechend  WW3+, die Enns, nur wenige Kilometer weiter westlicher bereitet an einigen Stellen ein WW4 Vergnügen.

 

Hattest du schon einmal Bärenbegegnungen?

Ja.

Einmal eine nahe Sichtung am Hinterwildalpenbach vom Bike aus auf den fünf Meter tiefergelegenen Bach.

Einmal einen flüchtenden Bärenhintern aus nur wenigen Metern Entfernung in der Kalkalpenregion.

Beide Ereignisse sind länger zurückliegend aber bei Bärenfreundschaftsanfrage Nummer 2 klopft das Autorenherz heute noch schneller als vom Arzt empfohlen. Erst nach diesem Erlebnis informierte ich mich über richtiges Verhalten in Bärengegenden und bei Begegnungen mit Bruder Bär.

Heidelbeeren, Brombeeren, Schwarzbeeren und Walderdbeeren überleben die Begegnung mit mir zumeist nicht lange.

 

 

„Was mache ich wenn am rettenden Ufer nicht eine warme Decke sondern der Braunbär auf mich wartet? Teil 2“, folgt.

 

 

Jetzt kommt das Wichtigste:

 

Meine Lieben und diesmal auch die weniger Lieben! Jetzt versuchen wir gemeinsam einmal ernst zu bleiben. Nehmt euch zwei Minuten zum Durchlesen, sonst könnt ihr euch vermutlich noch Weh tun.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Weder der Herausgeber, Tom Schopper, RUNA oder RedTroll haften für Verletzungen, Sachbeschädigungen, Taten oder Todesfälle, die bei Ausführung der Urban Survival Tipps entstehen. Ich wiese darauf hin, dass alle Übungen, Vorschläge, Tipps und Anleitungen nur unter Aufsicht von fachkundigen Spezialisten ausgeübt werden sollen. Diese Tipps sind auch für Personen nicht geeignet, welche die Gefahren eines offenen Feuers, Blitzschlages oder Absturzes nicht anerkennen. Ebenso ist dieser kleine Ratgeber nur für Personen ab 18 Jahren geeignet.

Auch haften wir nicht für abgebrochene Fingernägel oder Schnittverletzungen die durch das Papier beim Umblättern verursacht wurden. Falls du über die Straße gehst und diese Tipps oder RUNA gerade liest, dann haften wir auch nicht dafür wenn du in ein Auto hineinläufst. Falls du aus diesen Survival Tipps ein Papierflugzeug bastelst welches: nicht weit genug fliegt; zu weit fliegt, dass es Terroralarm auslöst oder gar nicht fliegt; dann haften wir auch nicht dafür. Liest du RUNA oder diese TIPPS in der S- oder U-Bahn und lernst dadurch deinen neuen Lebensabschnittspartner kennen dann sind wir auch nicht für Folgen wie: Schwangerschaft, Scheidung und Streit verantwortlich. Runa, wäre zum Beispiel ein wunderschöner Mädchenname.

Wir übernehmen auch für Banken, Länder und Spekulanten keinerlei Haftungen. Ihr sieht, es ist gut, dass wir für alles eine Regelung haben … nur wohin hat uns dies geführt?

 

Haftungsausschluss 

in der CHRIS Übersetzung:

Anmerkung: Er ist einer der Hauptprotagonisten aus meinem Endzeitepos. Vorlaut aber gradweg, manchmal auch witzig, aber das solltest du selbst entscheiden:

Jetzt mal ernsthaft. Wenn du wirklich glaubst, dass der Osterhase nur zum Eierlegen da ist, dann hast du vollkommen recht, wird dir aber nix nützen wenn du den Wald anzündest in dem du dich gerade befindest, weil du statt einer Handvoll Zunder ein Osterfeuer entfacht hast und dich jetzt wunderst warum es plötzlich überall so warm wird. Den besten Ausdruck entwickelt dein Gesicht wenn du mit einem Taschenmesser einen Ast in stundenlanger Handarbeit absägst um dann festzustellen, dass dieser Ast den Baum vor dem weiteren Wegrollen getragen hatte. Seltsamerweise befindest du dich bei dieser unglaublichen Erkenntnis immer vor dem Baum. Hierbei sollten deine letzten Worte nicht: „Den Schopper verklag ich!“, sondern: „Oh, hätt ich bloß besser nachgedacht“, sein. Wenn du nicht checkst, dass auch kein noch so guter Gedanke das Wildwasser stoppen kann in dem du dich gerade befindest, weil du nachsehen wolltest wie kalt das Wasser ist. Dann helfen keine noch so guten Warnungen, Haftungsausschlüsse und sonst irgendeine AGB, auch keine Götter oder Zauberwesen. Du bist alleine mit deinem Schicksal, aber zur Freude aller hat dir Mutter Natur ein Hirn zum Benutzen mitgegeben. Falls du, und das nehme ich mal hoffnungsvoll an, ein kluger Mensch und leider mit der Natur und den Ereignissen in ebensolcher total überfordert bist, dann würde ich raten dich einer guten Gruppe mit erfahrenen Outdoor-Spezialisten anzuschließen. Jetzt zum Thema bei dem die meisten Unfälle passieren. Das Üben. Das alte Sprichwort: „Kein Meister ist vom Himmel gefallen“, musst du nicht unbedingt hochalpin Nachspielen. Beginne mit Wanderungen, idealerweise mit einem Wanderführer der sich wirklich auskennt. Wenn du direkt vom Sofa aus, welches du in jahrelanger Depression kaputtgelegen hast, auf eine 10 Kilometer lange Expedition mit 300 Hm aufbrichst, wird es dir, deinem Herz und speziell deinen Thromben nicht unbedingt gut tun. Beginne klein und steigere dich langsam. Wenn du während des Gehens noch reden kannst, hast du noch Reserven und bevor du jetzt jubilierend die Hausschuhe verlierst, vergiss niemals, dass du den Weg auch wieder zurückgehen musst.

Übungen mit dem Messer sollst du auf keinen Fall hemmungslos ausleben und dabei den kompletten Jungwald für eine wasserdichte Behausung umlegen. Es gelten Naturschutzgesetze und Eigentumsrechte. Darum ist Vorabinformation sehr wichtig. Es ist daher wirklich wichtig, dass du immer mit erfahrenen Guides übst, im Idealfall wissen sie gut über bestehende Gesetze und den logischen Menschenverstand bescheid.

Letzter Ratschlag: Wenn du zu einem Unfall als Erstretter hinzukommst, dann hilft dem Verletzten nicht, wenn du ihm juristisch einwandfreie AGBs und Haftungsausschlüsse aufs Gesicht legst sondern eine gute Erste Hilfe Ausbildung. Damit kannst du heute schon beginnen, Rote Kreuz, Samariterbund etc. bieten solche Lehrgänge an. Leistbar sind sie auch, also gibt’s auch da kein Herausreden auf Andere.

So, das wars fürs heute.

 

Kind der Sonne, achte bitte gut auf dich.

 

 

 

 

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