Teil 5 und 6 deines Überlebens.

Urban Survival Tip 5:

©by Tom Schopper

Die Unterkunft I

Dein Notfallrucksack ist jetzt mit den wichtigsten Dingen bepackt. Was fehlt noch?

Wenn du auf der Flucht bist, dann musst du ständig in Bewegung sein, also brauchst du eine transportable Unterkunft. Du kannst dich aber auf dein Glück verlassen und darauf hoffen, dass du jeden Tag eine trockene, warme und winddichte Raststätte findest. Was wenn nicht?

Ein Zwei Mann Kuppelzelt hat etwa ein Gewicht von 2,5 Kg. Kostenpunkt € 200 -300.-. Es gibt für den Expeditionseinsatz auch teure Zelte mit viel geringerem Gewicht, aber … genau, tragen musst du das Luder und nicht dein Sparefroh.

Biwaksack und ein 2 Mann Schlafzelt wären Alternativen, die sich aber nur für trockene, warme und windarme Regionen eignen. Da würde sogar ein warmer Mumienschlafsack ausreichen, wir aber leben mitten in einer klimatischen Veränderung, die für den Outdoor Anfänger jenseits seiner Vorstellungskraft liegt.

Die Natur ist nicht gefährlich, die Unwissenheit ist es.

Daher packen wir auf unseren Rucksack:
Ein 2 Mann Kuppelzelt, einen Outdoorschlafsack (bis -15 Grad).

 

FAQ:

Wie sollen diese großen Dinge in den Rucksack hineinpassen?
Schlafsack wird am Boden des Rucksacks angebunden. Das Zelt obendrauf oder seitlich. Sieh dir Tramps oder Obdachlose an wie die ihre Rucksacklogistik gestalten. Siehe, lerne und gib ihnen etwas.

Wer soll den schweren Rucksack tragen?
Was rollt muss nicht geschleppt werden. Leiterwagen, Fahrrad und sogar der alte Kinderwagen aus dem Keller bekommen jetzt einen neuen Verwendungszweck. Ideal sind die Kinderanhänger für das Fahrrad, die haben große Räder und ein wasserdichtes Dach. Faustregel, je größer die Räder umso besser. Vergiss Einkaufswagen und Ähnliches.

Wird der Schlafsack nicht nass, wenn er außen am Rucksack hängt?
Ohne Rucksackregenhülle sicherlich. Die gibt’s bereits um € 14.-. Du kannst aber auch mit Folien improvisieren.

Hey! Ich hab ein Auto, kann ich das benutzen?
In einem Notfallszenario, und das ist eine Flucht allemal, sind mehrere Menschen, so wie du, unterwegs. Meistens hysterisch, panisch und very undiszipliniert. Sieh mal bei einem Regen, zur Hauptverkehrszeit, auf die Straße. Stell dir das Chaos x 10² vor. Die Auto Idee funktioniert maximal 100 Meter. Selbst ein Geländewagen wird im Stau auf ein Stück unbewegliches Metall reduziert. Wenn ein starker Sonnenflare die Erde trifft (schon geschehen 1859) sind alle Trafos, Zündspulen, Transistoren … durchgebrannt und nutzlos.

Was kann ich tun, wenn ich Zelt, Schlafsack oder Biwaksack verloren habe oder gar nicht besitze? Das erfährst du weiter unten oder in einer sehr spannenden Geschichte verpackt: http://dipiana.com/runa/?page_id=117

Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

 

 

Urban Survival Tip 6:

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (I):

Deine mobile Unterkunft ist Opfer von Naturgewalten oder Dieben geworden und die Nacht naht schneller als die Kälte, die dir bereits tief in die Knochen schleicht?

Nicht verzweifeln dir kann geholfen werden. Du hast die Tipps 1 – 5 bereits gelesen und hast noch deinen Rucksack bei dir? Somit hast du die wertvollsten Gegenstände (Grillanzünder, Feuerzeuge und Messer) in deiner momentanen Situation.Suche dir ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang einen geeigneten Lagerplatz. Er sollte trocken, windgeschützt sein und in einem ungefährlichen Gelände liegen.

Gefährliche Gelände sind:

+ Bachbett und ufernahe Regionen
In der Natur, also so im richtigen Leben, kann ein kleiner Wolkenbruch ein ausgetrocknetes Bachbett innerhalb kürzester Zeit in einen reißenden Bach verwandeln. Bäche, die idyllisch dahinplätscherten, können schnell in alles mitreißende Flüsse werden. So schnell kannst du gar nicht die Böschung hinaufhetzen, wie dich die Flut mitreißt. Die Willkommens-Welle führt folgende Zutaten für deine Pulverisierung mit sich: Steine jeder Größe, Sand, Schlamm, scharfkantige Holzteile, Bäume, Unachtsame Wanderer, Müll, und alles was sonst in einem Bachbett herumliegt, wie Telegrafenmasten mit armlangen Eisennägeln  

              Fazit: Ein gutes Bachbett ist eines aus der Ferne. Gilt auch für Wanderungen.

+ Am Fuß von steilen und mittelsteilen Hängen Gefahr durch Wassermassen und Murenabgang.

+ Direkt unterhalb von Felshängen Steinschlaggefahr.

+ Am höchsten Punkt eines Hügels oder Berges  Blitzschlag. Hochalpin zusätzliche Gefahr durch Wetterstürze.

+ Direkt auf einem Weg Dein Zelt wurde dir schon gestohlen, bist Maso?

+ Am Randwald Bei Sturm kommt es dort sicher zu abbrechenden Ästen oder gar Bruder Baum legt sich flach. Also etwas weiter in den Wald hinein, wenn es nach Sturm aussieht. (Wettertipps folgen)

+ In Bodensenken Gefahr, dass du bei Starkregen in der Nacht sicher absäufst.

+ In der Nähe von AKWs Dort sollte sowieso niemand wohnen. Sind wir aber auf der Flucht wegen eines Sonnenflares, der die elektronischen Geräte zerstört hat, dann werden die AKWs auch nicht mehr gekühlt. Fukushima überall. Also besorge dir eine Karte (am besten von deinem Kontinent) und zeichne alle AKWs darauf ein. Das sind die Gebiete um die du einen 200 km Bogen machen solltest.

+ Unter Sendemasten und Hochspannungsleitungen Blitzschlaggefahr. Auch wenn das Unwetter noch Kilometer entfernt ist, kann dich der Blitz überraschen.
Eiche weiche und Buche suche, ist ein Schmarrn. Der Blitz bzw. die elektrische Energie lebt nicht nach dem Motto: „Heut ist keine Eiche da, drum entlad ich mich nicht“. Daher meide generell die unmittelbare Nähe zu alleinstehenden oder großen Bäumen. Hocke dich auf den Boden und mach dich klein.
Beispiel: Der Baum ist durch das Unwetter nass, der Blitz schlägt in ebendiesen ein, Wasser verdampft, Dampf expandiert und zerreißt dabei die Baumrinde. Diese Schrapnelle fetzen jetzt mit der für Baumrinde zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch die unmittelbare Gegend.
Faustregel: Umso glatter die Baumrinde, desto weniger Schrapnelle. Jetzt kennst du den Abstand der von Nöten ist.

+ Bei einigen Lagerstellen sagt dir der gesunde Menschenverstand, dass du besser weiterziehst anstatt dort zu lagern Große Menschenansammlungen, auf Hauptstraßen, in der Nähe von Wespennestern, bei deiner/deinem Ex …

 Jetzt weißt du wo nicht

Geeignet wären:

+ Höhlen. Optimaler Schutz vor Wetter, Wind und erhöhter Strahlenbelastung (Sonne, AKWs).
Nachteil: Der Bär wurde in einigen Regionen wieder angesiedelt. Bruder Bärs Anwesenheit riechst du im Normalfall sofort. Geh mit Gott, aber mit einem schnellen. Achtung! Auch in einer scheinbar sicheren Höhle kannst du bei Starkregen ersaufen! Wenn du in einer Höhle ein Feuer entzündest, dann achte unbedingt auf guten Rauchabzug, denn nichts fetzt den Endzeitpionier besser weg als die allseits beliebte Rauchgasvergiftung.

+ Auf der windabgewandten Seite eines dicken Baumes.

+ Verlassene Gebäude. Bitte nichts mutwillig zerstören, denn nach dir könnten auch andere diese Unterkunft benötigen. Auch in dunklen Zeiten und unbeobachtet gilt: Vorleben ist besser als dumm reden.

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (II) Der Lagerbau geht hier auf dem RUNA BLOG weiter.

 Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

 

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