Warnung vor dem Regenbogen

Frage an den Outdoor-Autor: „Färben mich kleine und tief hängende Regenbogen ein, wenn ich da durchgehe?“

Antwort: „Kommt darauf an was du geraucht hast“.

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Wie rettest du dein Leben wenn du in einen Hochwasser führenden Bach/Fluß fällst? —> Teil 1

©by Tom Schopper 

Die Sonne brennt erbarmungslos auf das Land.

Noch ist dein Tag in Ordnung, alles läuft wie du es dir vorgestellt hast und dennoch geht (meist unbemerkt) in einem Nebental, am Oberlauf des Baches oder in einem Zulauf, ein Gewitter ab. Dein zuvor idyllisch dahinplätscherndes Gewässer wird in Sekunden zu einem reißenden Fluss der alles mitreißt was er erwischt. Das heißt im Worst Case, dass er Bäume, dicke Äste, Schlamm und sogar große Steine mit sich führt.

Jetzt hast du als erfahrener Pechvogel mehrere Möglichkeiten:
+ Du hast dich in einem ausgetrockneten Bachbett aufgehalten und auf alle Vorwarnungen wie, Donnern, Luftdruckwechsel, Hinweise der Eingeborenen und lautes Rauschen, gepfiffen, dann renne um dein Leben. 100 Meter in 10 Sekunden sind zu wenig! Meistens bist du tot, denn der mitgeführte Dreck pulverisiert dich in kürzester Zeit.
+ Du hast die Vorwarnungen ernst genommen und dich retten können, dann hast du jetzt erste Reihe fußfrei bei einem mächtigen Naturspektakel. Aber vergiss niemals, dass die Wasserwucht auch vor Uferböschungen nicht haltmacht und diese untergraben könnte. Wenn du dann dort stehst … bist du in kürzester Zeit pulverisiert.
+ Du befindest dich in einem Boot, die erste Hochwasserwelle war harmlos, führte wenig Dreck mit sich und der mitgeführte Baumbestand hält sich in überschaubaren Grenzen. Gratuliere, aber jetzt beginnen deine Gesichtszüge ernsthaft zu entgleisen, denn du bemerkst, dass der Wasserstand schnell um einen Meter gestiegen ist und du kerzengerade auf einen Katarakt zusteuerst. Wenn du in einem Raft mit staatlich geprüften Raftguide sitzt, kannst du dich entspannen und den Anweisungen deines Guides folgen und kommst gut aus dieser Nummer raus. Bist du (Anfänger) aber alleine unterwegs (Kopf meets Tischplatte), such dir sofort ein passendes Kehrwasser und sitz die Nummer aus. Wenn du Glück hast ist der erhöhte Wasserstand bald vorbei, wenn nicht sammelst du jetzt Erfahrungspunkte … falls du kein Handy, Trillerpfeife und Ähnliches vergessen hast.
#TIPP fürs selbstgemachte wasserdichte Handy:
Nimm ein älteres Handy, ohne Touchscreen und Klappe, packe es in ein unbefeuchtetes Kondom, mach einen Knopf hinein und du hast jetzt ein absolut wasserdichtes, schwimmfähiges Kommunikationsgerät. Durch den dünnen Gummi hörst du sehr gut und wirst auch supermäßig verstanden. Sieht halt etwas gewöhnungsbedürftig aus … aber es geht um Überleben, nicht um Styling.
NOTRUF kannst du auch OHNE SIM-Card absetzen, und das geht so —> Das Handy ausschalten, gleich wieder einschalten bei der PIN Aufforderung 112 eingeben und SOFORT auf anrufen drücken. Der abgesetzte Notruf geht jetzt über alle Netze.  Mit SIM-Card kannst du gleich 112 (Euronotruf) anwählen.
Weitere Notrufnummern (Österreich): 140 Notruf für alpine Notfälle und 144 (Österreich) für medizinische Notfälle.

+ Du spazierst neben einem reißenden Bach und fällst aus welchen Gründen auch immer in ebendiesen. Bist du nüchtern und hattest keinen Schlaganfall/Herzinfarkt/Panikattacke, dann kannst du es auch überleben, aber nur wenn du das Wissen um richtiges Schwimmen im Wildwasser in dir trägst.

… und genau damit geht es in Teil 2 weiter —> Richtiges Schwimmen im Wildwasser. (Aktiv und passiv)
Bis demnächst. Passend dazu die kultigen —> #RUNA-Survival-Tipps

Der Autor, der seine Leser mag. 😉

Bilderserie: Ausbildung zum Raftguide. Teil IV.

©by Tom Schopper 

Der neue Tag begann, wie ein neuer, guter Tag beginnen musste … und ich wusste … heute, ja, heute ist der Tag der Könige.

Minolta DSCKein gelbes Boot in Sicht, wärmende Sonnenstrahlen, und es schien, dass es wahrlich ein saugeiler Tag für das Sicherheitstraining der zukünftigen Raftguides war.

ABER … der Tag des Abenteurers und König der Pechvögel hatte gerade erst begonnen.

IMG_1836 Das Unheil wurde durch dichte Nebelschwaden, die wie seelenlose Ungeheuer in die Täler krochen, angekündigt.
Ich hätte es wissen müssen, dachte ich, während, tief in mir, die letzten Reste eines Optimisten brüllten:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA „Das wird heute eine wildromantische Raft-Tour!“
Die Idee hätte ja recht gut geklappt …

Minolta DSC … hat auch recht fein ausgesehen als sich der Nebel ebenso wie meine schlechten Gedanken langsam verzogen …

Pict7408_small … ich war hochmotiviert und freute mich auf …

das blaue Boot.

das #blaueBoot
das #blaueBoot

Fortsetzung folgt.
ODER: „Warum der Tag genauso enden musste“
Minolta DSC

Bilderserie: Ausbildung zum Raftguide. Teil III.

©by Tom Schopper 

.. und wir flippten in der Campingplatzwalze ... bei Hochwasser.
.. und wir flippten in der Campingplatzwalze … bei Hochwasser.
... immer und immer wieder ... wegen dem Sicherheitstraining.
… immer und immer wieder … wegen dem Sicherheitstraining.
Minolta DSC
… immer und immer wieder … draußen hatte es 5 Grad … Plus wenigstens.
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Mittags dann im Strohlicamp, fragte ich Strohli (RIP): „Strohli, dauernd kippt das gelbe Boot. I mag nimmer schwimmen.“ Strohli: „Keine Sorge Tom, morgen bekommst du das blaue Raft.“
Minolta DSC
Der nächste Tag begann … vielversprechend. Meine Freude auf das blaue Boot war … ungebremst.

Bilderserie: Ausbildung zum Raftguide. Teil I.

©by Tom Schopper 

cropped-pict7543.jpg               Salza, Campingplatzwalze.

Minolta DSC              Salza, Campingplatzwalze.

IMG_1812               Strohli-Camp.

IMG_1856                Pump up my ride.

Minolta DSC    An und für sich ein wunderbarer Maitag.