Was macht a Nackerte im …?

Hier die neue wahre Kurzgeschichte aus den sonderbaren Leben des Tom S. aus W. :

https://www.story.one/de/u/tom-schopper-3912cebc/was-macht-a-nackerte-im/

Viel Spaß und gute Unterhaltung.

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Eine weitere unglaubliche Kurzgeschichte.

Hast du auch solche Bilder parat?

https://www.story.one/de/u/tom-schopper-3912cebc/nuerchtet-euch-ficht/

Wer rettet bei Nacht und Wind? Es ist der Vater mit …

Unglaublich und dennoch wahr.
Das wäre die Rubrik für folgende Geschichte, die ich mit meinem Vater, Ende der 80er am Hochkar in den EnergieFerien erlebte:
Mein Vater, seine Frau, meine 1. Frau und ich beschlossen trotz anhaltenden Schneefällen und klirrender Kälte 2 Wochen am Hochkarhof zu buchen. Warum? Weil der Schnee bei dieser Kälte einfach geil zu fahren ist. Da brauchst beim Tiefschneefahren nur elegant mit dem Hintern zu wackeln und du wedelst wie ein Einser den Hang hinab. Nach 3 Tagen Hinternwackeln kam dann eine riesen Tiefdruckfront ins niederösterreichische Grenzgebiet. So arg, dass das JugendnationalTeam des ÖSV ihr Trainingslager verkürzte, die sich ebenfalls am wetterbedingt fast menschenleeren Hochkar breitgemacht hatten. Das war mir als ExtremTourenFahrer eigentlich egal, denn mein Revier lag zwischen den Bäumen und weniger am plattgewalzten Draxlerloch, in dem die ÖSV Jugend herumturnte.

Nach einem harten Tag zwischen den Bäumen, manchmal auch direkt in einen hinein, kam ich zurück, legte die Schi und die stinkenden Hanwag Tourenböcke in den Schistall und ging in den Gästebereich des Hofs. Dort saß zornig und traurig zugleich ein junger Mann, den ich genauer kennenlernen musste, denn ich hatte noch niemals zuvor so einen großen Willen in einem Menschen gesehen wie bei dem Burschen. Nach einigem Vorpalawer, wie geil der Schnee jetzt ist, fragte ich ihn was eigentlich los sei. Er, Thomas Sykora, habe Fieber und kann am morgigen Tag nicht an den Jugendmeisterschaften des ÖSV teilnehmen. Er will gewinnen um so schnell es geht ins große Team kommen, sagte er mir noch schwer hustend, dann kam seine Oma und riet Thomas endlich ins Bett zu gehen um sich auszukurieren. Ich musste meiner Frau auch noch mitteilen, dass ich noch lebe und so trennten sich unsere Wege.

Gegen 3 Uhr morgens wurde ich durch klopfen an der Zimmertüre wach, ging verschlafen hin und öffnete sie. Draußen standen mein Vater, die verweinte Oma Thomas´ und noch ein sehr besorgt wirkender Mann, den ich nicht kannte.
„Der Bub stirbt“, schluchzte die Frau, während mein Vater mich eindringlich ansah. „Du hast ja jetzt deinen neuen Geländewagen, den 413er, kannst gut damit fahren?“, fragte Papa mich.
„Hallo, ich bin DER Geländetyp. Um was geht´s?“, antwortete ich.
„Der Thomas hat seit Stunden über 42 Fieber, der Heli kann wegen dem Wetter nicht kommen, ebenso der Schneepflug aus Göstling.“

Wir packten Thomas in mehrere Decken auf die hintere Sitzbank und fuhren die Passstraße hinab. An manchen Stellen war der Schnee so hoch, dass Papa aussteigen musste um den weiteren Verlauf der Straße zu checken. Manchmal verschwand Papa ganz unter dem Schnee und er musste sich anseilen. Als wir fast unten waren, sahen wir den Schneepflug im meterhohen Schnee stecken. Nach einigen hundert Metern entdeckten wir das Blaulicht vom Rettungswagen, und übergaben Thomas S.
„Du schaffst es, Bub“, sagten wir ihm zum Abschied
10 Jahre später gewann er Bronze in Nagano.
© Tom S.

Sonne, Sand und BärenHintern

Kurz vor dem Millennium, an einem heißen Sommertag, dachte ich mir als noch unerfahrener Pechvogel, dass es eine hervorragende Idee ist, mit dem Motorrad nach Wildalpen zu fahren.
Die nackerte 600er war aufgetankt, ich obendrauf und somit ließen wir es standesgemäß krachen. Sprich, die Fußrasten wurden noch weiter abgeschliffen, das Adrenalin gut ausgeschüttet und mit doppelter Nahtoderfahrung gesegnet erreichte ich ein abgelegenes Tal, nahe Wildalpen. Ich fand sehr schnell eine ideale Stelle um runterzukommen und um abzuchillen. Nahe einem Trinkwasserwildbach, der in einer Linkskurve viel Sand verfrachtet hatte, entdeckte ich eine fast zwei Meter hohe Sanddüne, die ich zielorientiert ansteuerte. Raus aus der engen Lederkombi, sich in den warmen Sand kuscheln und einzuschlafen war eine Sache von wenigen Augenblicken.
Meine Träume konnten noch nicht ihre volle Wirkung entfalten, da wurde ich von einem lauten Geräusch aus meinen Heldentaten gerissen. Ich bin mir sicher, dass hierbei mindestens fünf Paralleluniversen draufgegangen sind. Da wurden die laut sabbernden Laute immer intensiver, es klang als ob ein großer Hund Wasser gierig in sich aufnehmen würde. „Hoffentlich ist das nur Schrödinger Katze oder des Jägers Hundsviech“, ging mir durch den noch benommenen Kopf, zugleich richtete ich mich weiter auf um den Ruhestörer wegzuscheuchen. Langsam kroch ich die kleine Düne empor, bis der Wind mir ins Gesicht blies, zusammen mit einem übel riechenden Gestank und ich sah … direkt in einen breiten Bärenhintern hinein, der sich etwa zwei Meter vor mir befand.
Das Wort „Schas“, konnte ich noch aussprechen, logischerweise machte ich so den Bären auf mich aufmerksam, und er drehte langsam seinen Kopf in meine Richtung. Ich schwöre mit offenen Herzen und herzerweichenden Dackelblick, dass sich die Augen des Bären, wie in einem ComicHeft schlagartig vergrößerten, und mit ebendiesen, panikerfüllten Gesichtsausdruck rannte Bruder Bär über den hier etwa 8 Meter breiten Gebirgsbach. Der Jesusbär, denn es schien mir, dass er über das Wasser lief.
Ich hingegen schlug erwartungsgemäß die entgegengesetzte Richtung ein, das ich nach mehrmaligen stolpern über meine kniehoch gezogene Lederhose einigermaßen gut hinbekam. An der Straße angekommen stellte ich fest, dass die Motorradschlüssel, zusammen mit den Zigaretten, noch auf der Sanddüne lagen, so hetzte ich, mit halb heraufgezogener Hose, den Forstweg vom Ort der seltsamen Begegnung weg. „Hoffentlich sieht mich so keiner“, ging mir noch durch den Kopf, dann hielt ich keuchend an, checkte, dass Bruder Bär schon lange im gegenüberliegenden Wald verschwunden war und keine Gefahr mehr darstellte, dann ging ich zurück, zog mich ordentlich an und fuhr nach Hause. Während der Fahrt dachte ich mir die ganze Zeit: „Das glaubt mir keiner“, und so bin ich jetzt bei euch gelandet.

PS: Mich würde interessieren, was der Jungbär daheim über die Begegnung zu erzählen hatte.
© Tom Schopper

 

Das Schild, das Schwert und mein Rauchfangkehrer.

Tief, mit einem dunklen Umhang verhüllt sitze ich am Schreibcomputer. Es ist 6 Uhr morgens und ich habe schon mein Tagessoll von 12 Seiten erfüllt, und dennoch kann ich nicht enden. Die Geschichte hat mich noch voll gefangen, so sehr, dass die Kaffeemaschine in der Küche seit Stunden ins Leere blubbert.
„Jetzt vergehen die Welten!“, rufe ich und schreibe wie in Trance von Heimdallr, seinem Horn, von Walhall und all den dunklen Drachen. Mein Gesichtsfeld wird immer enger, bis selbst die Gedanken wie in einem schwarzen Loch komprimiert werden und sich auf der anderen Seite auf dem Papier wiederfinden. Ich lese es nicht, es ist wie eine Reise in deren Verlauf ich die Welten entstehen lasse in denen ich mich bewege. Nein, schizo ist anders. Das ist genau die Welt wo alles möglich ist. Alles. Dort entstehen all die Träume die auch unser Ziel werden können.

Ich bin dermaßen von den Ereignissen gefangen, dass ich Schwert und Schild neben mich beim Schreiben stelle. Es könnte ja sein, dass die Wesen aus der Geschichte in meine Welt kommen und ich dann schon wieder schuld an allem bin. Diesmal nicht.
So fliegen die Finger über die Tasten und hoffen mit den Ereignissen Schritt halten zu können, denn die Geschichte hat sich bereits verselbstständigt und ich schreibe nun mehr als Berichterstatter, denn als deren Gestalter.

Der Himmel bricht, Brüdersöhne fallen übereinander her, Windzeit, Wolfzeit … und inmitten des Wahnsinns steht mein Held. Der Macho, der zum ersten Krieger der Göttin wurde und nun gegen das dunkle der Welten steht, nur mit Schwert, Schild und Liebe bewaffnet. Die Glocken des Untergangs läuten laut und klar ….
Nun denn, kann man sich denken. Was solls, kann man sich fragen.

Eh nicht so arg, könnte man meinen und dennoch, wurde es die Geschichte der letzten Woche für mich, denn mitten im wildesten SchlachtenChaos wurde das Läuten real. Es dauerte eine Zeit, bis mein Unterbewusstsein realisierte, dass es von der Wohnungstür kam, mein glorreiches Über-ich, gefangen im Ragnaröck, hörte sie kommen. Sie waren hier, Swartalfs grausamen Ursprungs hier vor meiner Türe. „Schwertzeit, Beilzeit ists!“, rief ich. Mit einem „Bis die Welten vergehen!“, sprang ich auf, packte das Schild, umfasste das eherne Schwert und lief Richtung Türe.

Der TomSchopper Versteher weiß nun was kommt … ihr noch nicht, darum liest bitte gebannt weiter.

Natürlich riss ich die Eingangstüre weit auf. Bereit die Göttin zu schützen schritt ich mit Schild und Schwert in den Gang … mitten in meinen LieblingsRauchfangkehrer hinein.
Da er mich schon seit über 18 Jahren kennt, musste ich ihn diesmal gar nicht so lange reanimieren. Sein Lehrbub kennt mich jetzt auch schon ein bisschen besser. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wenn da zwei alte Damen von den Zeugen Jehovas oder gar der Gerichtsvollzieher draußen gestanden hätten. Drum kann ich euch ohne Zwangsjacke eine weitere unglaubliche Geschichte erzählen.

Die sich auch genauso zugetragen hat. DackelblickSchwur.
© Tom Schopper

 

Warnung vor dem Regenbogen

Frage an den Outdoor-Autor: „Färben mich kleine und tief hängende Regenbogen ein, wenn ich da durchgehe?“

Antwort: „Kommt darauf an was du geraucht hast“.

Leseprobe aus ….

 

NACHTJÄGER

©Tom Schopper

Ein Roman aus der RedTroll Serie

Einleitung und was es mit der Zahl 5 auf sich hat.

 Fünf war eigentlich eine gute Zahl.

Aber wie jede gute Zahl war auch diese Fünf reine Sichtweise. Fünf auf dem Weg zur ersten Million war ein kleiner Schritt, dies musste auch jedem klar sein der einmal Millionär werden wollte. Fünf Finger an einer Hand waren normal und auch kein Grund sich besonders darüber zu erfreuen, außer man war ein Nepulukaner, die, wie man auf der anderen Seite des Kosmos wusste, mit acht Fingern zur Welt kamen. Die Fünf mit der unsere Geschichte beginnt waren auf der Erde beheimatet, genauer gesagt in Europa und noch genauer im Jahre 2020 in der Stadt an der grauen Donau, die manche liebevoll Wien nannten. Vieles hatte sich in den letzten Jahren verändert, aber die Fünf war für Pierre, Brisamen, Norbert, Martin und dem Ältesten, Herrn Hinkel, eine wahrlich gute Zahl. Besonders gegen 23 Uhr in einem kleinen umgebauten Kellerlokal das jeden 8. im Monat als Vereinslokal herhalten musste. Normalerweise waren um diese Zeit nur noch zwei bis drei Aktivisten anwesend, beziehungsweise soweit nüchtern, dass man sie geradewegs als körperlich und psychisch anwesend bezeichnen konnte.
Da diese Fünf eine gute Zahl war, wollen wir sie nicht nur der Form halber vorstellen, sondern auch so richtig hochleben lassen, denn Fünf hatte es um diese Zeit schon lange nicht mehr gegeben.
Pierre war ein 22 jähriger belgischer Austauschstudent, den man schlicht vergessen hatte wieder zurückzutauschen.
Brisamen, ein norwegischer Rumtreiber hatte mit seinen 16 Jahren noch jede Menge Rumtreiberei vor sich, wenn er sich nicht gerade auf den Weg machte seine letzten Gehirnzellen wegzusaufen.
Martin, war mit seinen 18 Jahren einige Schritte weiter als Brisamen und schon bei synthetischen Drogen gelandet, die sein Gehirn zwar nicht mehr wieder herstellen konnten, aber trotzdem bunte Farben und seltsame Stimmen für ihn vorbereitet hatten.
Norbert, ja Norbert war mit seinen 46 Jahren die Mischung aus alldem und noch viel mehr. Zumeist trank er nur Sozialbier das es überall gab und nur einem Schritt über der Pisse eines alkoholkranken Fiakerpferdes stand, aber wahrscheinlich genauso schmeckte. Wenn Norbert nicht gerade abenteuerliche Geschichten aus seinem Leben erzählte, wobei man sich fragte was Norbert schon so erlebt hatte, so versoffen wie er aussah, organisierte Norbert alles Mögliche was die Gruppe so brauchte. Die Jungen sahen Norbert als väterliche Figur an und man … aber lassen wir das jetzt, denn wir kommen zum Letzten der legendären Fünf, die an diesem Sommertag im Juni noch beisammen saßen, dem Boss der Bosse, dem großen Vortragenden, der Leitfigur, dem Gründer der Aktionsgruppe 88 Wien Süd, Herrn Hinkel.
Herr Hinkel, wie er liebevoll von der Gruppe genannt wurde, auch von den acht weiteren Vereinsmitgliedern die es vorgezogen hatten ihren Rausch daheim, oder was sie daheim nannten, auszuschlafen, statt besoffen über die Neuordnung der Welt zu … hyperventilieren.
Herr Hinkel war mit seinen 52 das Urgestein des Vereins. Eigentlich hieß Herr Hinkel irgendwie anders, aber ihm gefiel der Name den er von einem Deutschen bekommen hatte. Wann, das wusste er nicht mehr so genau, aber es musste die Zeit der ersten Flüchtlingswelle gewesen sein, als er auf Twitter zum ersten Mal mit diesem Namen bezeichnet wurde. Er gefiel ihm sehr und besonders als er nachdem er seinem Namensgeber durch verbale Motivation entlockt hatte, dass es der große Charlie Chaplin gewesen war, der diesen Namen in einem Film über große Führungskunst verwendet hatte, hatte Herr Hinkel grunzend vor Freude beschlossen sich fortan nach dem großen Chaplin zu benennen. Wer Charlie Chaplin gewesen war, das war doch scheißegal. Ein Namen aus einem großen Film. Das hatte was und klang hundertmal besser als Michael Novaczek. Alleine die Initialen ließen Herrn Hinkel, auch heute noch, vor Freude grunzen und es gab kaum einen Gegenstand den er im Vereinskellerlokal nicht damit verziert hatte. Mit diesem Tick hatte er auch vor wenigen Wochen das letzte weibliche Mitglied verschreckt, denn Herr Hinkel hatte kundgetan, dass er es sehr ansprechend und respektvoll finden würde wenn sich Magda sein Initial übers Genital tätowieren würde. Nun waren sie eine eingeschworene Männergesellschaft, denn um ehrlich zu sein, wer braucht schon störende Frauen in der Vereinsrunde? Sie hatten einen Geschirrspüler, Brisamen, als Novize brachte alles was ihm aufgetragen wurde und Norberts dummes Rumgegrunze hatte auch ein Ende und er konnte sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren, das Retten der Rasse und der Welt sowieso. Und Magdas rotes Haar störte seit ehher seine Vorstellung vom arischen Weib, jedes Mal wenn Herr Hinkel sie betrachtete dachte er, dass er eine Irin vor sich hatte. Irisches Bier, ja, aber sich jedes Mal erklären zu müssen, sicher nicht.

                Jetzt wissen wir warum Fünf in diesem Fall eine gute Zahl war.

Hoffe mit der kurzen Leseprobe gut unterhalten zu haben. Wie es weitergeht gibt es … 2017 im Buchhandel zu kaufen.

Denn von irgendetwas muss auch ein Geschichtenerzähler leben. 
Euer Tom S. aus W.

 

Wo ist Norden?

 

„Wie finde ich Norden auf meiner analogen Uhr?“

©by Tom Schopper

Mit diesem Trick kannst du nicht nur deinen Nachwuchs begeistern sondern dir auch ein hoffnungsloses Verirren in der Endzeit ersparen. Auf der nördlichen Erdhalbkugel funktioniert das wie weiter unten erklärt.
Warum auf der nördlichen?
Weil die Sonne nur am Äquator direkt über der Erde steht, wir im Norden sehen die Sonne südlich stehen. Das heißt, zu Mittag wird dein Mittagsschatten direkt nach Norden weisen und zu keiner Tageszeit zeigt dein Schatten nach Süden.

„Cool, da brauch ich ja keine analoge Uhr dazu!“, wenn du dies jetzt vor Entzücken ausgerufen hast, dann bist du Kandidat für Verirren und Verhungern im Wald, deshalb solltest du unseren heutigen RUST besonderes Augenmerk widmen. Denn was machst du in den Morgen- und Abendstunden? Auf den kommenden Mittag warten?

Darum nehme eine analoge Armbanduhr (jede tragbare Uhr mit Zeigern), richte den Stundenzeiger auf die Sonne aus. Vergiss nie bei Sommerzeit eine Stunde wieder zurückzustellen, denn die normale Zeit ist die Winterzeit. Nimm den halben Weg des Stundenzeigers zur 12 (rückwärts), nun hast du Norden. Eigentlich ganz einfach wenn man weiß wie es geht.

Automatische Uhren sind für den Survivalgebrauch batteriebetriebenen Zeitmessern vorzuziehen. Aufziehen solltest du nicht vergessen dann kannst du sie noch verwenden wenn die Batterien der anderen schon längst entleert sind.

 

Nun trägst du das Wissen in dir um mit einer analogen Armbanduhr und der Sonne Norden zu finden.

Jetzt greifen wir weiter nach den Sternen in diesem Fall unserer Sonne. Durch die Erdrotation bedingt steht sie am Morgen im Osten und verschwindet abends im Westen aus unserem Blickfeld.

Wenn du mitten im Wald herumirrst, dichter Nebel weitere Sicht verhindert und schwerer Regen dich total einnässt, dann bringt es auch wenig stundenlang in den dunklen Himmel zu starren, um den wahrscheinlichen Aufenthaltsort des zentralen Gestirns zu ermitteln, während es dir in den Kragen regnet. Hier solltest du die Stämme der Bäume genauer betrachten. Am besten Stämme von freistehenden Bäumen. Dort wirst du entdecken, dass immer auf einer Seite mehr Moos oder Flechten vorhanden sind. Das ist Norden. Die Methode ist im Vergleich zur Sternenorientierung ungenau.

Besser kannst du in dieser Situation ohne Hilfsmittel nicht die Himmelsrichtungen bestimmen. Im Winter, besonders im Frühjahr, siehst du anhand von Schneeverwehungen oder –Haufen wo sich Süden in etwa befindet. Da die südliche Seite direkter von den Sonnenstrahlen getroffen wird, schmilzt auch dort der Schnee schneller.

Die Baumstamm- und Schneemethode sind Werkzeuge um ungefähr Norden bzw. Süden zu ermitteln. Sie sind keinesfalls Werkzeuge für dauerhaftes Navigieren. Im Worst case wird nach drei Tagen deine Marschrichtung nicht Norden sondern Nordwesten sein.

 

FAQ

 

Hast du die magnetische Nadel, welche auf einem im Wasser schwimmenden Korken liegt und somit exakt nach Norden zeigt absichtlich vergessen?

Ja.


Warum?

Versuch dir einmal diese Methode bei satten Minusgraden oder einem Unwetter vorzustellen. Wind und Wetter nehmen stärker Einfluss auf deine schwimmende Nadel als das Magnetfeld unseres Planeten. Das geht für den Laien nur bei optimalen Bedingungen. Da gibt es keinen Frost, keinen Sturm und keinen Regen, nur Sonnenschein. Oh, die Sonne.

 

Zeigt das Moos an Bäumen immer nach Norden? Woher weiß das Moos das?

Moos und Flechten brauchen viel Feuchtigkeit. Niederschläge kommen bei uns in Mitteleuropa zumeist von Nord bis Nordwest.

 

Kann ich da jeden Baum dazu nehmen?

Idealerweise alleinstehende Bäume, welche dem Wetter ganz ausgesetzt sind.

 

Und wenn ich da keine eindeutige Richtung feststellen kann?

Sieh an höheren Bäumen hinauf. Auf der Nordseite sind, durch die Wetterausgesetztheit im Allgemeinen weniger Äste.

Bei Baumstümpfen (am besten frisch geschnitten) siehst du an den Jahresringen wo durch Sonnenbestrahlung die Jahresringe breiter wurden.

Faustregel: Dorthin, wo die Sonne scheint wächst alles schneller und diese Strahlen kommen bei uns in Europa immer aus der südlichen Hemisphäre.

Jetzt kannst du alle Ergebnisse zu deiner Entscheidungsfindung hinzuziehen.

 

Gibt es noch eine weitere Methode?

Ameisen brauchen es warm und trocken, daher bauen sie ihre Nester (sichtbar durch Ameisenhügel) an der Südseite von schützenden Baumstämmen. Diese Methode ist ebenso ungenau wie Moose und ungleichmäßiger Wuchs.

Es ist wie bei einer guten Recherche: Viele unterschiedliche Quellen führen zum Strom der Wahrheit.

 

I’ll be there.

Aktueller denn je.
Steinbecks „Früchte des Zorns“.

Ich werde überall sein, wohin du auch blickst.

Wo immer hungernde Menschen um ihr täglich Brot kämpfen … ich werde da sein.
Wo immer ein Polizist einen Mann schlägt … ich werde da sein.
Wo immer einer aufschreit in seinem Zorn … ich werde da sein.
Ich werde auch in der Freude der Kinder sein, die Hunger haben und satt werden.
Ich werde da sein … wenn die Menschen ernten was sie gesät haben.
Wenn sie in den Häusern leben, die sie gebaut haben … ich werde da sein.

Sei Tom Joad … seid alle Tom Joads … und wir werden glücklich sein.

Denken … statt hetzen.
Recherchieren … statt nachbrüllen.
Lieben … statt traurig sein.