Spaß vorbei.

Da mein Content hier (UrbanSurvivalTipps, Geschichten etc.) anscheinend andere Menschinnen zum Copy Paste und Geldverdienen inspiriert hat, ist hier Schluss mit lustig.

Bin ja nicht das GratisSchreibVieh.

Lebt gut und lange, Kinder der Sonne.
Pfiat euch!

Der Weltuntergang, Xopoxylokappettl und ich.

Hier die neue Kurzgeschichte über den Weltuntergang … oder nicht.

„21.12.2012 und alle werden sterben. Nicht nur vor lachen, sondern diesmal wirklich, ernsthaft und wahrhaftig!“, sagt die Frau im Drogeriemarkt laut ins Telefon hinein. In mir zuckt der Oberlehrer aus und nähere mich der Todgeweihten, um mit Hard Facts ihr Leben zu verlängern. Erst als ich in Reichweite bin, erkenne ich den irren Blick in ihren Augen und weiß, ein falsches Wort und ich bin dran. Komm aber aus der Nummer nicht mehr heraus, sie hat mich registriert und sieht mich scharf an.

„Entschuldigung, wissen Sie wo die Kondome der Größe XXXXL sind? Ich möchte beim Weltuntergang nochmal so richtig protzen. Ist ja logisch in Anbetracht der Dinge und der ….“, sie wendet sich angeekelt ab. Gerade als ich mich selbst feiere höre ich die Stimme hinter mir. Ich drehe mich um und sehe der Filialleiterin ins Auge. „Wissen Sie, solche Größen führen wir nicht. Sie sollten eventuell Handschuhe nehmen“. Ich beginne etwas zu schrumpfen. Genau in diesem Moment kommt eine ältere Dame hinzu. Ich erwarte ein „Früher hätts das ned geben“, aber es kommt schlimmer.
Sie stellt sich neben mich und hängt sich bei mir ein.
„Wollens einer Dame nicht beim Einkaufen helfen, junger Mann?“
Während ich mir überlege wie ich mich in Luft auflösen kann und ob Mann schon so einen Versuch überlebt hat, fasst sie mir an den Hintern. Mit einem eleganten „Oh, da sind sie ja“, löse ich mich und rette mich in die nächste Regalreihe. Direkt in meine WeltuntergangsFetischistin hinein. Ich glaub, dass sie auf mich gewartet hat, denn sie verplempert keinen Augenblick.
„Ich habe es bemerkt“, sagt sie streng und mustert mich von oben bis unten.

Aus den Augenwinkel schaue ich, ob es im Regal neben mir, wo die Besen stehen, auch Schaufeln gibt. Ich glaub ich benötige grad eine. Vielleicht kann ich mich bis nach China durchgraben. Verwerfe aber den Gedanken, weil ich bei meinem Pech sicher im Mariannengraben oder am K2 landen würde. Während ich wertvolle Fluchtzeit ungenutzt verstreichen lasse nähert sich die ältere Frau von hinten. Sie ist auch noch nicht fertig mit mir. Zugleich drängt Frau Weltuntergang von vorne auf mich zu.

„Ich habe es bemerkt“, zischt sie mir dabei zu.

Hilferingend klammere ich mich an der Rolle Klopapier fest die ich in Händen halte. „Vielleicht kann ich mich damit einwickeln, mich tot stellen und wenn sie mich für eine Mumie halten, ablassen von mir?“, frage ich mich.
„Ich habe es bemerkt. Sie wollten mich anmachen. Weil morgen Weltuntergang ist, heißt das noch lange nicht, dass die Regeln des Anstands nicht mehr gelten“, fügt sie hinzu.
„Nur aufklären damit …“, ich werde von ihr unterbrochen.
„Mit dem AufklärungsTrick?“

In meiner Verzweiflung krame ich aus meinem Rucksack, Papier und Stift hervor und zeichne den MayaKalender auf, damit sie sieht, dass nix mit Untergang ist. Sie ist ein kluges Kind und versteht, die ältere Frau nicht.

„Xopoxylokappettl, lass es Steine auf mich regnen!“, schreie ich in meinen Kopf hinein.
Seitdem halt ich einfach meine Pappen

© Tom S. aus W.

Weitere Geschichten auf https://www.story.one

Viel Spaß!

Wer rettet bei Nacht und Wind? Es ist der Vater mit …

Unglaublich und dennoch wahr.
Das wäre die Rubrik für folgende Geschichte, die ich mit meinem Vater, Ende der 80er am Hochkar in den EnergieFerien erlebte:
Mein Vater, seine Frau, meine 1. Frau und ich beschlossen trotz anhaltenden Schneefällen und klirrender Kälte 2 Wochen am Hochkarhof zu buchen. Warum? Weil der Schnee bei dieser Kälte einfach geil zu fahren ist. Da brauchst beim Tiefschneefahren nur elegant mit dem Hintern zu wackeln und du wedelst wie ein Einser den Hang hinab. Nach 3 Tagen Hinternwackeln kam dann eine riesen Tiefdruckfront ins niederösterreichische Grenzgebiet. So arg, dass das JugendnationalTeam des ÖSV ihr Trainingslager verkürzte, die sich ebenfalls am wetterbedingt fast menschenleeren Hochkar breitgemacht hatten. Das war mir als ExtremTourenFahrer eigentlich egal, denn mein Revier lag zwischen den Bäumen und weniger am plattgewalzten Draxlerloch, in dem die ÖSV Jugend herumturnte.

Nach einem harten Tag zwischen den Bäumen, manchmal auch direkt in einen hinein, kam ich zurück, legte die Schi und die stinkenden Hanwag Tourenböcke in den Schistall und ging in den Gästebereich des Hofs. Dort saß zornig und traurig zugleich ein junger Mann, den ich genauer kennenlernen musste, denn ich hatte noch niemals zuvor so einen großen Willen in einem Menschen gesehen wie bei dem Burschen. Nach einigem Vorpalawer, wie geil der Schnee jetzt ist, fragte ich ihn was eigentlich los sei. Er, Thomas Sykora, habe Fieber und kann am morgigen Tag nicht an den Jugendmeisterschaften des ÖSV teilnehmen. Er will gewinnen um so schnell es geht ins große Team kommen, sagte er mir noch schwer hustend, dann kam seine Oma und riet Thomas endlich ins Bett zu gehen um sich auszukurieren. Ich musste meiner Frau auch noch mitteilen, dass ich noch lebe und so trennten sich unsere Wege.

Gegen 3 Uhr morgens wurde ich durch klopfen an der Zimmertüre wach, ging verschlafen hin und öffnete sie. Draußen standen mein Vater, die verweinte Oma Thomas´ und noch ein sehr besorgt wirkender Mann, den ich nicht kannte.
„Der Bub stirbt“, schluchzte die Frau, während mein Vater mich eindringlich ansah. „Du hast ja jetzt deinen neuen Geländewagen, den 413er, kannst gut damit fahren?“, fragte Papa mich.
„Hallo, ich bin DER Geländetyp. Um was geht´s?“, antwortete ich.
„Der Thomas hat seit Stunden über 42 Fieber, der Heli kann wegen dem Wetter nicht kommen, ebenso der Schneepflug aus Göstling.“

Wir packten Thomas in mehrere Decken auf die hintere Sitzbank und fuhren die Passstraße hinab. An manchen Stellen war der Schnee so hoch, dass Papa aussteigen musste um den weiteren Verlauf der Straße zu checken. Manchmal verschwand Papa ganz unter dem Schnee und er musste sich anseilen. Als wir fast unten waren, sahen wir den Schneepflug im meterhohen Schnee stecken. Nach einigen hundert Metern entdeckten wir das Blaulicht vom Rettungswagen, und übergaben Thomas S.
„Du schaffst es, Bub“, sagten wir ihm zum Abschied
10 Jahre später gewann er Bronze in Nagano.
© Tom S.

Sonne, Sand und BärenHintern

Kurz vor dem Millennium, an einem heißen Sommertag, dachte ich mir als noch unerfahrener Pechvogel, dass es eine hervorragende Idee ist, mit dem Motorrad nach Wildalpen zu fahren.
Die nackerte 600er war aufgetankt, ich obendrauf und somit ließen wir es standesgemäß krachen. Sprich, die Fußrasten wurden noch weiter abgeschliffen, das Adrenalin gut ausgeschüttet und mit doppelter Nahtoderfahrung gesegnet erreichte ich ein abgelegenes Tal, nahe Wildalpen. Ich fand sehr schnell eine ideale Stelle um runterzukommen und um abzuchillen. Nahe einem Trinkwasserwildbach, der in einer Linkskurve viel Sand verfrachtet hatte, entdeckte ich eine fast zwei Meter hohe Sanddüne, die ich zielorientiert ansteuerte. Raus aus der engen Lederkombi, sich in den warmen Sand kuscheln und einzuschlafen war eine Sache von wenigen Augenblicken.
Meine Träume konnten noch nicht ihre volle Wirkung entfalten, da wurde ich von einem lauten Geräusch aus meinen Heldentaten gerissen. Ich bin mir sicher, dass hierbei mindestens fünf Paralleluniversen draufgegangen sind. Da wurden die laut sabbernden Laute immer intensiver, es klang als ob ein großer Hund Wasser gierig in sich aufnehmen würde. „Hoffentlich ist das nur Schrödinger Katze oder des Jägers Hundsviech“, ging mir durch den noch benommenen Kopf, zugleich richtete ich mich weiter auf um den Ruhestörer wegzuscheuchen. Langsam kroch ich die kleine Düne empor, bis der Wind mir ins Gesicht blies, zusammen mit einem übel riechenden Gestank und ich sah … direkt in einen breiten Bärenhintern hinein, der sich etwa zwei Meter vor mir befand.
Das Wort „Schas“, konnte ich noch aussprechen, logischerweise machte ich so den Bären auf mich aufmerksam, und er drehte langsam seinen Kopf in meine Richtung. Ich schwöre mit offenen Herzen und herzerweichenden Dackelblick, dass sich die Augen des Bären, wie in einem ComicHeft schlagartig vergrößerten, und mit ebendiesen, panikerfüllten Gesichtsausdruck rannte Bruder Bär über den hier etwa 8 Meter breiten Gebirgsbach. Der Jesusbär, denn es schien mir, dass er über das Wasser lief.
Ich hingegen schlug erwartungsgemäß die entgegengesetzte Richtung ein, das ich nach mehrmaligen stolpern über meine kniehoch gezogene Lederhose einigermaßen gut hinbekam. An der Straße angekommen stellte ich fest, dass die Motorradschlüssel, zusammen mit den Zigaretten, noch auf der Sanddüne lagen, so hetzte ich, mit halb heraufgezogener Hose, den Forstweg vom Ort der seltsamen Begegnung weg. „Hoffentlich sieht mich so keiner“, ging mir noch durch den Kopf, dann hielt ich keuchend an, checkte, dass Bruder Bär schon lange im gegenüberliegenden Wald verschwunden war und keine Gefahr mehr darstellte, dann ging ich zurück, zog mich ordentlich an und fuhr nach Hause. Während der Fahrt dachte ich mir die ganze Zeit: „Das glaubt mir keiner“, und so bin ich jetzt bei euch gelandet.

PS: Mich würde interessieren, was der Jungbär daheim über die Begegnung zu erzählen hatte.
© Tom Schopper

 

Das Schild, das Schwert und mein Rauchfangkehrer.

Tief, mit einem dunklen Umhang verhüllt sitze ich am Schreibcomputer. Es ist 6 Uhr morgens und ich habe schon mein Tagessoll von 12 Seiten erfüllt, und dennoch kann ich nicht enden. Die Geschichte hat mich noch voll gefangen, so sehr, dass die Kaffeemaschine in der Küche seit Stunden ins Leere blubbert.
„Jetzt vergehen die Welten!“, rufe ich und schreibe wie in Trance von Heimdallr, seinem Horn, von Walhall und all den dunklen Drachen. Mein Gesichtsfeld wird immer enger, bis selbst die Gedanken wie in einem schwarzen Loch komprimiert werden und sich auf der anderen Seite auf dem Papier wiederfinden. Ich lese es nicht, es ist wie eine Reise in deren Verlauf ich die Welten entstehen lasse in denen ich mich bewege. Nein, schizo ist anders. Das ist genau die Welt wo alles möglich ist. Alles. Dort entstehen all die Träume die auch unser Ziel werden können.

Ich bin dermaßen von den Ereignissen gefangen, dass ich Schwert und Schild neben mich beim Schreiben stelle. Es könnte ja sein, dass die Wesen aus der Geschichte in meine Welt kommen und ich dann schon wieder schuld an allem bin. Diesmal nicht.
So fliegen die Finger über die Tasten und hoffen mit den Ereignissen Schritt halten zu können, denn die Geschichte hat sich bereits verselbstständigt und ich schreibe nun mehr als Berichterstatter, denn als deren Gestalter.

Der Himmel bricht, Brüdersöhne fallen übereinander her, Windzeit, Wolfzeit … und inmitten des Wahnsinns steht mein Held. Der Macho, der zum ersten Krieger der Göttin wurde und nun gegen das dunkle der Welten steht, nur mit Schwert, Schild und Liebe bewaffnet. Die Glocken des Untergangs läuten laut und klar ….
Nun denn, kann man sich denken. Was solls, kann man sich fragen.

Eh nicht so arg, könnte man meinen und dennoch, wurde es die Geschichte der letzten Woche für mich, denn mitten im wildesten SchlachtenChaos wurde das Läuten real. Es dauerte eine Zeit, bis mein Unterbewusstsein realisierte, dass es von der Wohnungstür kam, mein glorreiches Über-ich, gefangen im Ragnaröck, hörte sie kommen. Sie waren hier, Swartalfs grausamen Ursprungs hier vor meiner Türe. „Schwertzeit, Beilzeit ists!“, rief ich. Mit einem „Bis die Welten vergehen!“, sprang ich auf, packte das Schild, umfasste das eherne Schwert und lief Richtung Türe.

Der TomSchopper Versteher weiß nun was kommt … ihr noch nicht, darum liest bitte gebannt weiter.

Natürlich riss ich die Eingangstüre weit auf. Bereit die Göttin zu schützen schritt ich mit Schild und Schwert in den Gang … mitten in meinen LieblingsRauchfangkehrer hinein.
Da er mich schon seit über 18 Jahren kennt, musste ich ihn diesmal gar nicht so lange reanimieren. Sein Lehrbub kennt mich jetzt auch schon ein bisschen besser. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wenn da zwei alte Damen von den Zeugen Jehovas oder gar der Gerichtsvollzieher draußen gestanden hätten. Drum kann ich euch ohne Zwangsjacke eine weitere unglaubliche Geschichte erzählen.

Die sich auch genauso zugetragen hat. DackelblickSchwur.
© Tom Schopper

 

Geschichte zur Lage der Nationen.

Kreisch!

 Copyright Tom Schopper.

In der Unendlichkeit der gekrümmten Endlichkeit, gab es Leben. Manches kroch, flog, schwamm oder quatschte sinnlos in der Gegend herum. Einige Lebensformen waren so klein, dass sie kaum wahrgenommen, geschweige denn gehört wurden.

Andere wiederum waren so groß, dass sie träge im Raum herum schwebten und fälschlicherweise für Planeten gehalten wurden, von Wesen die gerade die richtige Größe zum Zubinden einer Hose der Größe 54 hatten, ab und zu mal in den Himmel guckten und sich dabei dachten: „Ob es da oben wohl intelligentes Leben gibt?“.

Einem großen Wesen war das eines Tages zu matt und zu wenig erfrischend die ganze Zeit mit heruntergelassener Hose beobachtet zu werden und begab sich auf die Suche. Auf die Suche nach dem Sein, dem Ursprung und dem Sinn, der hinter allem stecken mochte.

Eines Tages erreichte es eine entzückend anzusehende Galaxie. Vier, durch dunkle Materie in Form gehaltene, Arme gingen von einem Zentrum unerhörter Helligkeit aus und streckten sich links gebogen aus dieser hellen Mitte heraus. Eigentlich sah es aus wie ein Weberknecht der zuviel gesoffen hatte und dessen letzte Worte: „Ich dreh mich mal schnell im Kreis!“, waren.

So kam es, dass im Jahre 13.735.261.401 nU. (nach Urknall) Schnabulak, der Kleinere, sich Sagittarius A, dem Zentrum dieser wunderschönen, entzückenden und schnabulaktisch hervorragenden Galaxie näherte.

Schnabulaks Freude war dermaßen groß, dass Erdbeben der Stärke 312,21 über seinen Körper fuhren. Eine unbedeutend kleine Lebensform, welche sich auf Schnabulak niedergelassen hatte wurde dadurch vollständig ausgelöscht. „Hier ist der Schlüssel zum Glück und zur Antwort aller Fragen!“, rief Schnabulak in seinen Gedanken laut aus. Er öffnete all seine Sinne. Bereit diese wunderbaren Schwingungen des Glücks und der Freude zu empfangen liefen Schnabulak Freudentränen herab, diese zerstörten die letzten Reste der Zivilisation welche sich auf ihn niederlassen hatte. Schnabulak grunzte zufrieden. Was kümmerten ihn jetzt die Antwort auf seine Fragen wenn der Augenblick ungeahnter Freude und Zufriedenheit direkt vor ihm lag. Er ließ all die wunderbare Energie in sich, er spürte wie Wellen der wohltuenden Wärme durch seinen Körper fuhren, tiefer in ihn eindrang, kurz vor seinem tiefsten Selbst innehielt, sich in einem hellen Feuerwerk der schönen Gefühle entfaltete. Kurzum. Schnabulak war kurz vor seinem ersten Orgasmus. Als plötzlich ein tiefer Donner, gefolgt von einem hellen Blitz, die wunderbaren Gefühle schlagartig verschwanden und stattdessen vibrierende Dunkelheit hinterließ. Um Schnabulak begann es sich zu drehen. „Was war geschehen? Wo kommt diese Dunkelheit her?“, stöhnte Schnabulak während er den Ursprung seiner Schmerzen suchte.

Er fand ihn am Ende einer der vier Spiralarme. Klar und deutlich drang die Frequenz des Wahnsinns zu ihm durch, zugleich knallte die vergangene Stimme seines Vaters durch seine planetaren Synapsen. „Hüte dich vor Geschlechtskrankheiten und halte deine Pole immer sauber!“

Schnabulak bekam eine Gänsehaut, sodass neue Gebirge entstanden. „Nein!“, schrie er in die luftleere des Raums, was keinerlei Sinn machte, außer, dass Erdrutsche an den Hängen der neu entstandenen Gebirge wüteten und Schnabulaks aufkommende Panik in Grenzen hielt. Er kannte dieses Spektrum welches er von dieser Stelle empfang. Er wollte so schnell wie möglich von diesem Ort des Wahnsinns und des Irrsinns weg. Doch alle Versuche der Gravitation zu entkommen brachten wenig, daher sah Schnabulak nur eine Möglichkeit … Selbstmord, und Schnabulak begann sich schneller um sich zu drehen.

Als Schnabulak bemerkte, dass ihn die Gravitation des unmöglichen Wahnsinns stärker anzog als die von Sagittarius A, überkam ihn unendliche Panik und er versuchte seine Umlaufgeschwindigkeit noch weiter zu erhöhen. Um seine Taille bildete sich bereits eine kleine Staubscheibe, welche farblich gut zu seinem Körper passte. „Neeeeiiiiiin!“, brüllte er, während er sich immer schneller auf diese Stelle zubewegte. Diese Stelle, welche das bösartigste Virus der Welten in sich trug. „Ich schaffe es!“, schrie er erneut während er an einem toten, entfernten Verwandten vorbeiraste und dabei seinen Drehimpuls unendlich erhöhte.
Schnabulaks Sinne entschwanden. Seine letzten Gedanken waren: „Warum hab ich soviel Pech?“.

In den österreichischen Alpen saßen zwei Liebende, starrten zum Nachthimmel hinauf und hielten sich die Hände. Beide, denn er wollte schon lange den romantischen Teil des Abends abkürzen um schnell zum Sinn seines Seins zu kommen. Der Paarung. Als ein heller Lichtblitz, weit oben am Firmament, in einem klar sichtbaren Lichtregen aus hellen, blauen Photonen langsam verlosch.
„Oh, wie schön“, sagte sie.
„Ist ja nur ne Sternschnuppe“, sagte er und begann die Wiedererlangung der Freiheit seiner rechten Hand unverschämt auszunutzen.

#think

Meine Neujahrsgeschichte

Neujahrsgeschichte

 Copyright Tom Schopper.

In der Unendlichkeit der gekrümmten Endlichkeit, gab es Leben. Manches kroch, flog, schwamm oder quatschte sinnlos in der Gegend herum. Einige Lebensformen waren so klein, dass sie kaum wahrgenommen, geschweige denn gehört wurden.

Andere wiederum waren so groß, dass sie träge im Raum herum schwebten und fälschlicherweise für Planeten gehalten wurden, von Wesen die gerade die richtige Größe zum Zubinden einer Hose der Größe 54 hatten, ab und zu mal in den Himmel guckten und sich dabei dachten: „Ob es da oben wohl intelligentes Leben gibt?“.

Einem großen Wesen war das eines Tages zu matt und zu wenig erfrischend die ganze Zeit mit heruntergelassener Hose beobachtet zu werden und begab sich auf die Suche. Auf die Suche nach dem Sein, dem Ursprung und dem Sinn, der hinter allem stecken mochte.

Eines Tages erreichte es eine entzückend anzusehende Galaxie. Vier, durch dunkle Materie in Form gehaltene, Arme gingen von einem Zentrum unerhörter Helligkeit aus und streckten sich links gebogen aus dieser hellen Mitte heraus. Eigentlich sah es aus wie ein Weberknecht der zuviel gesoffen hatte und dessen letzte Worte: „Ich dreh mich mal schnell im Kreis!“, waren.

So kam es, dass im Jahre 13.735.261.401 nU. (nach Urknall) Schnabulak, der Kleinere, sich Sagittarius A, dem Zentrum dieser wunderschönen, entzückenden und schnabulaktisch hervorragenden Galaxie näherte.

Schnabulaks Freude war dermaßen groß, dass Erdbeben der Stärke 312,21 über seinen Körper fuhren. Eine unbedeutend kleine Lebensform, welche sich auf Schnabulak niedergelassen hatte wurde dadurch vollständig ausgelöscht. „Hier ist der Schlüssel zum Glück und zur Antwort aller Fragen!“, rief Schnabulak in seinen Gedanken laut aus. Er öffnete all seine Sinne. Bereit diese wunderbaren Schwingungen des Glücks und der Freude zu empfangen liefen Schnabulak Freudentränen herab, diese zerstörten die letzten Reste der Zivilisation welche sich auf ihn niederlassen hatte. Schnabulak grunzte zufrieden. Was kümmerten ihn jetzt die Antwort auf seine Fragen wenn der Augenblick ungeahnter Freude und Zufriedenheit direkt vor ihm lag. Er ließ all die wunderbare Energie in sich, er spürte wie Wellen der wohltuenden Wärme durch seinen Körper fuhren, tiefer in ihn eindrang, kurz vor seinem tiefsten Selbst innehielt, sich in einem hellen Feuerwerk der schönen Gefühle entfaltete. Kurzum. Schnabulak war kurz vor seinem ersten Orgasmus. Als plötzlich ein tiefer Donner, gefolgt von einem hellen Blitz, die wunderbaren Gefühle schlagartig verschwanden und stattdessen vibrierende Dunkelheit hinterließ. Um Schnabulak begann es sich zu drehen. „Was war geschehen? Wo kommt diese Dunkelheit her?“, stöhnte Schnabulak während er den Ursprung seiner Schmerzen suchte.

Er fand ihn am Ende einer der vier Spiralarme. Klar und deutlich drang die Frequenz des Wahnsinns zu ihm durch, zugleich knallte die vergangene Stimme seines Vaters durch seine planetaren Synapsen. „Hüte dich vor Geschlechtskrankheiten und halte deine Pole immer sauber!“

Schnabulak bekam eine Gänsehaut, sodass neue Gebirge entstanden. „Nein!“, schrie er in die luftleere des Raums, was keinerlei Sinn machte, außer, dass Erdrutsche an den Hängen der neu entstandenen Gebirge wüteten und Schnabulaks aufkommende Panik in Grenzen hielt. Er kannte dieses Spektrum welches er von dieser Stelle empfang. Er wollte so schnell wie möglich von diesem Ort des Wahnsinns und des Irrsinns weg. Doch alle Versuche der Gravitation zu entkommen brachten wenig, daher sah Schnabulak nur eine Möglichkeit … Selbstmord, und Schnabulak begann sich schneller um sich zu drehen.

Als Schnabulak bemerkte, dass ihn die Gravitation des unmöglichen Wahnsinns stärker anzog als die von Sagittarius A, überkam ihn unendliche Panik und er versuchte seine Umlaufgeschwindigkeit noch weiter zu erhöhen. Um seine Taille bildete sich bereits eine kleine Staubscheibe, welche farblich gut zu seinem Körper passte. „Neeeeiiiiiin!“, brüllte er, während er sich immer schneller auf diese Stelle zubewegte. Diese Stelle, welche das bösartigste Virus der Welten in sich trug. „Ich schaffe es!“, schrie er erneut während er an einem toten, entfernten Verwandten vorbeiraste und dabei seinen Drehimpuls unendlich erhöhte.
Schnabulaks Sinne entschwanden. Seine letzten Gedanken waren: „Warum hab ich soviel Pech?“.

In den österreichischen Alpen saßen zwei Liebende, starrten zum Nachthimmel hinauf und hielten sich die Hände. Beide, denn er wollte schon lange den romantischen Teil des Abends abkürzen um schnell zum Sinn seines Seins zu kommen. Der Paarung. Als ein heller Lichtblitz, weit oben am Firmament, in einem klar sichtbaren Lichtregen aus hellen, blauen Photonen langsam verlosch.
„Oh, wie schön“, sagte sie.
„Ist ja nur ne Sternschnuppe“, sagte er und begann die Wiedererlangung der Freiheit seiner rechten Hand unverschämt auszunutzen.

#think